uffizien saal 75 giorgione und sebastiano del piombo

Giorgione gilt als einer der größten Maler des 16. Jahrhunderts. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern im 15. Jahrhundert, die sich noch durch die Linie einschränken ließen, macht Giorgione das Voluminöse seiner Figuren und Landschaften zu seinem Markenzeichen. Sein Gebrauch von Chiaroscuro und Sfumato lässt Mensch und Natur Festigkeit annehmen, wie dies in seinen Werken Die Feuerprobe des Moses und dessen Gegenstück Das Urteil Salomos ersichtlich wird, die 1795 von Villa di Poggio in die Uffizien kamen und ursprünglich Giovanni Bellini zugeschrieben wurden. Neuartig an den Werken ist auch das Hochformat, das sich mit der Darstellung perspektivischer Tiefe besser in Einklang bringen lässt. Das Portrait Geharnischter Edelmann mit Knappe, welches als Spätwerk eingeschätzt wird, ist ein Beispiel für die Halbfigur, die Vasari als „modern“ einstufte. Dies rührt einerseits von der Komposition, die das Genrebild des 17. Jahrhundert vorwegzunehmen scheint, und andererseits von der größeren Nähe zum Subjekt, was eine gewisse, wenn auch durch die farblichen Übergänge abgeschwächte Monumentalität erzeugt. Zu den Malern, die Stilelemente Giorgiones übernommen haben, gehört Sebastiano del Piombo, dessen Tod des Adonis auch hier zu sehen ist. Dieses Werk verrät auch Einflüsse durch Michelangelo und Raffael und zeugt von einer gelungenen Synthese zwischen norditalienischer und florentinischer Malerei.

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